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Gleichen Sie vor der Annahme einer AdBlue-Lieferung die Charge auf Verpackung oder Lieferschein mit dem Analysezertifikat (COA) ab. Prüfen Sie anschließend Lieferung und Entladeausrüstung. Das COA dokumentiert die bezeichnete Charge, nicht sämtliche späteren Lagerungs- und Handhabungsschritte.
Empfohlener Ablauf: Charge identifizieren, Unterlagen abgleichen, Lieferung prüfen, Übernahme vorbereiten und Entscheidung dokumentieren. Illustration von Madin.
Fünf Prüfungen vor der Freigabe
- Charge erfassen. Lieferant, Produkt, Menge und Chargennummer dokumentieren. Bei Tanklieferungen die Chargenkennzeichnung in Transport- und Lieferunterlagen vor dem Entladen klären.
- COA abgleichen. Chargenbezug, Aussteller, Datum und Ergebnisse anhand der vereinbarten Produktspezifikation prüfen. Ein allgemeines Produktdatenblatt ersetzt keinen chargenbezogenen Nachweis. Fehlende oder widersprüchliche Angaben vom Lieferanten klären lassen.
- Lieferzustand kontrollieren. Vorhandene Versiegelungen, Kennzeichnung, Verpackung, Schäden und Leckagen prüfen. Abweichungen fotografieren und dokumentieren, bevor die Lieferung mit Beständen vermischt wird.
- Übernahme vorbereiten. Tank, Pumpe, Schlauch und Anschlüsse müssen für AdBlue vorgesehen und nach Lieferantenvorgaben gewartet sein. Zuvor mit Diesel oder Öl benutzte Ausrüstung nicht ohne freigegebenes Verfahren einsetzen.
- Annahmeentscheidung dokumentieren. Charge, COA, Eingangsdatum, Lagerort und Verantwortliche verknüpfen. Material mit ungeklärten Abweichungen getrennt sperren und den Lieferanten kontaktieren. Ein bekanntes Logo allein ist kein Freigabegrund.
Rückverfolgbarkeit mit einem einfachen Datensatz
Dokumentieren Sie je Charge: Lieferung → Charge → COA → Lagerort → Entnahme. Werden zwei Tanks beliefert, sind beide Ziele zu erfassen. Bei mehreren Chargen in einem Tank bleibt die Mischhistorie erhalten; die neueste Chargennummer darf nicht den gesamten Inhalt ersetzen.
Häufige Fragen
Ersetzt ein COA das Sicherheitsdatenblatt?
Nein. Chargenanalyse und Sicherheitsinformationen haben unterschiedliche Aufgaben. Stellen Sie dem Annahmepersonal die geltenden Produkt- und Handhabungsunterlagen bereit.
Was tun bei abweichender Chargennummer?
Abweichung erfassen, betroffenes Material sperren und korrekte Unterlagen bestätigen lassen. Diese Checkliste ist eine betriebliche Empfehlung, keine Laborfreigabe und kein Ersatz für Ihr Qualitätsverfahren.
Planen Sie eine Lieferung für Fuhrpark oder Lager? Teilen Sie Madin Lieferort, erwartete Menge und Gebindeart mit, um Dokumentation und Warenannahme abzustimmen.






